Neue Handlungshilfe zum Arbeiten mit chronischer Erkrankung beleuchtet sowohl Arbeitnehmer*innen als auch Unternehmensperspektive

Guten Tag,

sehr gerne machen wir Sie heute auf eine neue Handlungshilfe der BAG SELBSTHILFE und dem Lehrstuhl für Arbeit und berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln aufmerksam.

Die Handlungshilfe „Arbeiten mit Krankheitsgefühl – Ja oder Nein? Eine Handlungshilfe für Mitarbeitende mit chronischer Erkrankung und Unternehmen“ ist ab sofort als PDF verfügbar und online abrufbar unter https://arbeiten-jaodernein.de/.

Ziel der Veröffentlichung ist es, den Umgang mit chronischen Erkrankungen im Arbeitsleben stärker in den Fokus zu rücken und praxisnahe Unterstützung zu bieten. Im Mittelpunkt steht der Abwägungsprozess, den viele Beschäftigte kennen: Soll ich trotz Krankheitsgefühl arbeiten oder nicht? Die Handlungshilfe zeigt auf, warum diese Entscheidung komplex ist – und wie sie bewusster und informierter getroffen werden kann.

Die Handlungshilfe richtet sich an Menschen mit chronischer Erkrankung, an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie an weitere Akteure im Arbeitsleben. Sie will keine pauschalen Lösungen liefern, sondern Orientierung geben und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen. Neben grundlegenden Informationen zu chronischen Erkrankungen, Behinderung und Schwerbehinderung beleuchtet sie auch das Thema Präsentismus – das Arbeiten trotz Krankheitsgefühl.

Ergänzt werden diese Inhalte durch Erfahrungsberichte aus der Praxis: von Beschäftigten mit chronischer Erkrankung ebenso wie von Führungskräften. Sie zeigen, wie sich Arbeitsbedingungen gestalten lassen, die sowohl die Gesundheit der Mitarbeitenden als auch betriebliche Anforderungen berücksichtigen.

Ein zentrales Element der Handlungshilfe besteht darin, sowohl die Perspektive der Mitarbeitenden als auch die der Unternehmen darzustellen: Ein Kapitel richtet sich gezielt an Mitarbeitende mit chronischer Erkrankung und bietet Reflexionsangebote zum Für und Wider des Arbeitens trotz gesundheitlicher Belastung. Ein weiteres Kapitel adressiert Unternehmen, Führungskräfte, betriebliche Interessenvertretungen und Personalverantwortliche und gibt Impulse für einen unterstützenden Umgang im Arbeitsalltag.

Darüber hinaus stellt die Handlungshilfe Netzwerke und Anlaufstellen vor, die Betroffene und Unternehmen unterstützen können. Auch Selbsthilfeverbände finden Anregungen, wie sie das Thema „Arbeiten mit chronischer Erkrankung“ in ihrer Arbeit aufgreifen und weitertragen können.

Entstanden im Projekt AmiChro

Die Handlungshilfe ist im Rahmen des Projekts „AmiChro: Heute arbeiten – ja oder nein? Das Für und Wider im Arbeitsalltag von Menschen mit chronischen Erkrankungen“ entstanden. Das Projekt wird von der BAG SELBSTHILFE gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Arbeit und berufliche Rehabilitation der Universität zu Köln durchgeführt und vom BKK Dachverband gefördert.
Im Projekt wurde untersucht, welche Faktoren es Beschäftigten mit chronischen Erkrankungen erleichtern, ihre gesundheitliche Situation und ihre beruflichen Anforderungen langfristig miteinander zu vereinbaren – und welche Rahmenbedingungen dies erschweren. Gleichzeitig wurde der Blick auf Unternehmen gerichtet und die Frage gestellt, wie sie ihre Mitarbeitenden wirksam unterstützen können. Mit der neuen Handlungshilfe liegen diese Erkenntnisse nun gebündelt und praxisnah aufbereitet vor. Sie leistet einen Beitrag dazu, chronische Erkrankungen im Arbeitsleben sichtbarer zu machen und Teilhabe nachhaltig zu stärken.

Quelle: PM der BAG-Selbsthilfe
Die gesamte Pressemitteilung der BAG-Selbsthilfe finden Sie unter: https://www.bag-selbsthilfe.de/aktuelles/nachrichten/detail/news/pressemitteilung-zwischen-leistungsdruck-und-gesundheit

Bundesverband Kehlkopf- und Kopf-Hals-Tumore e. V.