Notfallmaßnahmen

Erste Hilfe für Kehlkopflose erfordert besondere Maßnahmen

Atemstillstand


Atemstillstand liegt vor bei:


Bewusstlosigkeit
Fehlender Atembewegung des Brustkorbes und des Bauchraumes
Fehlendem hör- und spürbaren Atemluftstrom

Achtung! Keine Mund-zu-Mund-Beatmung möglich

Rasche Hilfe ist geboten!


Patienten auf den Rückenlegen
Hals freilegen
Bluse oder Hemd weit öffnen
Hals durch Schulterunterlage überstrecken
Tracheostoma reinigen, ggf. Kanüle entfernen
Mund-zu-Hals-Atemspende beginnen

Mund-zu-Hals-Beatmung kann lebensrettend sein


Die erste Hilfe für Kehlkopflose unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von den allgemeinen Regeln. Beispielsweise kann wegen der veränderten anatomischen Situation die Mund-zu-Mund bzw. Mund-zu-Nase Beatmung nicht angewendet werden, sie ist sogar gefährlich, weil Speiseröhre und Magen rasch überbläht werden können. Anderseits müssen im Notfall Mund und Rachen von Kehlkopflosen nicht von Erbrochenen oder Blut befreit werden, da die Gefahr des Erstickens auf diesem Wege nicht gegeben ist.


Beatmung 12 X pro Minute Beatmung 12 X pro Minute Mund-zu-Hals-Atemspende
     
 
Transport   Beatmungstrichter

Anmerkung:


Das Entfernen einer Trachealkanüle sollte ein Helfer nur bei Personen vornehmen, die er genau kennt und bei denen er weiß, dass sie wegen einer Kehlkopfoperation und nicht aus einem anderen Grund einen künstlichen Atemweg haben, z.B. wegen doppelseitiger Stimmbandlähmung, narbiger Kehlkopfveränderung ect.. Patienten mit einer sogenannten Tracheotomie haben zwischen dem äußeren Tracheostoma und der Luftröhre einen Weichteilschacht, der bei Herausnahme der Kanüle sehr schnell zusammenfallen kann.


Sofern man also die vorliegende Situation nicht abschätzen kann, gilt:


Kanüle in der Halsöffnung belassen und Durchgängigkeit der Kanüle prüfen
Atemspende über die Kanüle beginnen
Innere Kanüle entfernen, wenn Beatmung erschwert
Äußere Kanüle nur entfernen, wenn trotz Herausnahme des Innenstückes keine ausreichende Beatmung möglich ist.

nach oben


(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken