Frauen und Krebs

Immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs

Immer mehr offenbar rauchende Frauen sterben an Atemwegskrebs. Dies teilte das Statistische Bundesamt am 28. Mai anlässlich des Weltnichtrauchertages am kommenden Sonntag mit. Die Zahl der Frauen, die an Krebs der Lunge, Bronchien, Luftröhre oder des Kehlkopfs starben, verdoppelte sich im Zeitraum von 20 Jahren nahezu. Sie stieg von 6.367 im Jahr 1987 auf 12.599 im Jahr 2007. Die Behörde sieht diese Todesfälle „in engem Zusammenhang“ mit dem Rauchen.

Das durchschnittliche Sterbealter der Frauen für alle Todesursachen lag nach Angaben der Statistiker im Jahr 2007 bei gut 80 Jahren. Frauen mit einer für das Rauchen symptomatischen Krebserkrankung starben dagegen im Schnitt rund zehn Jahre früher.

Bei den Männern sank die Zahl der Todesfälle wegen Atemwegserkrankungen in den vergangenen 20 Jahren um acht Prozent auf 30.406 im Jahr 2007. Auch bei ihnen lag das durchschnittliche Sterbealter bei solchen Krebserkrankungen bei 70 Jahren. Insgesamt starben Männer im Durchschnitt mit knapp 73 Jahren.

Die höchsten Quoten von Todesfällen wegen Atemwegskrebs wurden laut Bundesamt im Saarland und in Sachsen-Anhalt verzeichnet. Während im bundesweiten Durchschnitt 52 Menschen von 100.000 an solchen Krebserkrankungen starben, lag die Zahl im Saarland bei 76 und in Sachsen-Anhalt bei 66 Sterbefällen. Die geringsten Quoten hatten Baden-Württemberg und Bayern mit je 39 Krebstoten.

Der Konsum von Zigaretten ist laut der Wiesbadener Behörde von täglich 381 Millionen Stück im Jahr 2000 auf 240 Millionen Stück im Jahr 2008 zurückgegangen. Dagegen stieg der Verbrauch von Zigarren und Zigarillos im gleichen Zeitraum von 7 Millionen auf 14 Millionen Stück pro Tag.

Der tägliche Konsum von Feinschnitt nahm von 35 auf 60 Tonnen zu und der Konsum von Pfeifentabak stieg von zwei Tonnen auf fünf Tonnen. Da nur in Deutschland versteuerte Tabakwaren erfasst wurden, gehen die Statistiker insbesondere bei Zigaretten von einem höheren Konsum aus.

Quelle: Ärzteblatt


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