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Bundesverband begrüßt Ergebnis des Volksentscheids in Bayern zum Nichtraucherschutz
Der Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V. begrüßt das Ergebnis des Volksentscheids am gestrigen Sonntag für eine rauchfreie Gastronomie und ein striktes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden Bayerns. Knapp 40 % der Bevölkerung kamen dem Wahlaufruf nach, von denen sich knapp zwei Drittel für einen bestmöglichen Schutz vor Passivrauchen (auch in Bier- und Festzelten, kleinen Bierstuben und Nebenräumen größerer Gaststätten) aussprachen.
„Das ist ein Sieg für alle Personen, die sich eine rauchfreie Umgebung wünschen. Wir hoffen, dass dies nun aber auch ein Signal für eine bundesweite einheitliche Lösung darstellt, die längst überfällig ist“, so Werner Kubitza, Präsident des Bundesverbandes. Besonders die kehlkopfoperierten Betroffenen wissen aus eigener Erfahrung rauchfreie Räumlichkeiten aufgrund ihrer Erkrankung zu schätzen. „Für sie hat ihre Operation ohnehin schon gravierende Nachwirkungen, wie etwa die Verständigung in lauten überfüllten Gaststätten aufgrund ihrer eingeschränkten stimmlichen Möglichkeit. Wenn dann der Qualm zahlloser Zigaretten den Raum erfüllt, bleibt unseren Betroffenen häufig nichts anderes übrig, als direkt das Lokal zu verlassen. Und dies kommt dann schon einer behindertenfeindlichen Ausgrenzung gleich“, so Kubitza.
Nachdem das bayerische Gesundheitsschutzgesetz 2007 einen umfassenden Schutz vor dem öffentlichen Passivrauchen gewährte, dieses jedoch bereits im folgenden Jahr wieder untergraben wurde, gründete sich kurz darauf ein Aktionsbündnis in Bayern mit dem Ziel eines „Volksbegehrens Nichtraucherschutz“, das auch vom Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V. befürwortet wurde.
„Es ist ein großer Erfolg des Bündnisses, dass nun zum 1. August 2010 ein striktes Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie herrscht. Ich hoffe sehr, dass sich die anderen Bundesländer, insbesondere Nordrhein-Westfalen, daran ein Beispiel nehmen und dem Willen der bayerischen Bevölkerung folgen und auch ´ihren´ Bürgern ein rauchfreies Leben in der Gastronomie ermöglichen werden“, so Kubitza. Aktuell herrscht in Deutschland aufgrund der unterschiedlichen Gesetze in den einzelnen Bundesländern immer noch ein unüberschaubarer Flickenteppich aus überwiegend uneffektiven Regelungen.
Holger Hoeck
Abbildung: Rauchverzicht -
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