Herstellung von Schleimhautgel
Herstellung von Lidocain - Schleimhauthaftgel
Bei der Herstellung des Lidocain-Schleimhauthaftgels lehnen wir uns an eine Vorschrift der Apotheke des Klinikums der Justus-Liebig-Universität in Gießen, Leiter A. May, an.
Zusammensetzung:
- Lidocainhydrochlorid 1,5 g
- Gelzubereitung (siehe unten) 47,0 g
- Sacchillen 7 Stück
- Citronenöl 9 Tropfen
- Pomeranzentinktur 5,0 g
- Aqua dest. 46,0 g
Gelzubereitung:
- Tylopur MH 300 3,3 g
- Aqua dest. ad 47,0 g
Herstellung von Ananas - Eis
Ananassaft, Bromelain enthaltend und somit wundheilungsfördernd, wird in einer Form ausgegossen, die das Eis zu Kugeln formt. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass die bereits vorgeschädigte Mundschleimhaut der Patienten zusätzlich durch scharfe Kanten verletzt wird. Saure Zusätze, wie z.B. Zitronensäure dürfen nicht enthalten sein, weil sie die Mundschleimhaut reizen und Schmerzen verursachen können. Nach Lagerung im Tiefkühlfach werden die Eiskugeln aus der Form gelöst und in einer Kruke abgegeben.
Da eine angebrochene Flasche Ananassaft nur kurze Zeit haltbar ist, wird der Inhalt einer Flasche in mehreren kleinen Portionen aufgeteilt, die unabhängig von einander verbraucht werden können. Das nötige Volumen für die Füllung einer Eisform wird unter der Laminar-Flow Werkbank in eine hitzesterilisierte Injektion- oder Infusionsflasche gefüllt. Der Saft wird dann höchstens sechs Monate im Kühlschrank gelagert. Das Eis hat eine Haltbarkeit von 14 Tagen.
Schlusswort
Mit Hilfe dieser regelmäßigen und gezielten Mundpflege kann der Leidensdruck stark gemindert und die Lebensqualität des Betroffenen spürbar gesteigert werden. Das Gelingen dieser Behandlung setzt allerdings eine hohe Disziplin und Ausdauer beim Patienten voraus. Diese Mundpflegeprogramme müssen konsequent und regelmäßig durchgeführt werden, sonst bleibt der Therapieerfolg aus.
Der regelmäßige Besuch beim HNO- oder Hausarzt, bzw. beim Strahlentherapeuten sichert die genaue Einschätzung des Zustandes der Mundschleimhaut auch nach Beendigung der Strahlen- bzw. Chemotherapie.
Dem behandelnden Arzt sollten diese Mundpflegeprogramme vorgelegt werden. Er wird das jeweils zutreffende Programm auswählen und die dafür notwendigen Medikamente verordnen.
Individuelle Rezepturen sollten das Ziel haben, Schmerzen beim Essen, Appetitlosigkeit und drohenden Gewichtsverlust soweit wie möglich einzugrenzen, um Maßnahmen wie parenterale und enterale Ernährung nur in zwingenden Situationen durchführen zu müssen. Der Krankenhausaufenthalt des Patienten soll dadurch soweit wie möglich verkürzt, sein Leidensdruck verringert und seine Lebensqualität verbessert werden.
Der Inhalt dieser Seiten wurde mit freundlicher Genehmigung durch
Herrn Dr. Heino David, Chefarzt der HNO - Klinik Lüdenscheid, veröffentlicht.