Kehlkopfkrebserkrankungen

Stimmlippen mit Karzinom
Jährlich erkranken 3000 Deutsche an Kehlkopfkrebs
HNO-Chirurgen diskutieren in Mannheim neue Behandlungsmethoden
Der Kehlkopfkrebs ist weltweit der zweithäufigste Tumor des Atemtraktes: Tendenz steigend. In Deutschland erkranken jedes Jahr 3000 Menschen daran. Und der Anteil der Frauen steigt beständig. Auf der 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie vom 24. bis 28. Mai 2006 im m:con Congress Center Rosengarten Mannheim werden neue Behandlungsmethoden diskutiert, die insbesondere die Totalentfernung des Kehlkopfs verhindern helfen sollen.
In Deutschland liegt das relative Risiko an Kehlkopfkrebs zu erkranken bei schätzungsweise 5/100.000 für Männer und 0,8/100.000 für Frauen. Prof. Dr. Karl Hörmann, Tagungspräsident des HNO-Kongresses und Direktor der Universitäts-HNO-Klinik Mannheim: „In den letzten Jahren wurden bedeutende Fortschritte gemacht, wie man Kehlkopf-Krebs bekämpfen kann. Darüber werden wir auf der Jahresversammlung in Mannheim sprechen.“
Jedes Jahr erkranken in Deutschland 3.000 Menschen an Kehlkopfkrebs. „Meist sind Männer betroffen“, erläutert Prof. Dr. Frank Riedel, Oberarzt an der Universitäts-HNO-Klinik in Mannheim: „In letzter Zeit stellen wir aber fest, dass vermehrt auch Frauen daran erkranken.“ Den Grund sehen die Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten vor allem in „einem erhöhten Alkohol- und Tabakkonsum, aber auch zu einem gewissen Grad in einer vom menschlichen Erbgut gesteuerten Komponente“. Im fortgeschrittenen Stadium musste bis vor wenigen Jahren in den allermeisten Fällen der Kehlkopf komplett entfernt werden. „Ein Leben ist auch ohne Kehlkopf möglich“, erklärt Prof. Riedel, „aber die Einschränkungen sind doch beträchtlich.“ Die neuesten Behandlungsmethoden, bei denen der Krebs entfernt, der Kehlkopf aber erhalten bleibt, werden in Mannheim im Rahmen der 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie vom 24. bis 28. Mai 2006 in Mannheim vorgestellt.
„Mit hoch spezialisierten chirurgischen Eingriffen und einer kombinierten Radiochemotherapie gelingt es in 60 Prozent der Fälle, den Kehlkopf auch im fortgeschrittenen Stadium zu erhalten“, erläutert Prof. Hörmann: „Die Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops bei unserer Jahrestagung in Mannheim werden dazu beitragen, dass wir diesen Prozentwert in Zukunft noch signifikant steigern.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für HNO - Heilkunde